Nahrungsdings. LinaLuna goes vegan.

So. Jetzt sind meine Sommerferien rum. Morgen muß ich schon wieder in die Musikschule. Konferenz.
Und übermorgen startet der normale Alltag wieder.

Erholt fühle ich mich nicht wirklich. Habe ja die ganzen Ferien mit umziehen und räumen verbracht. Und bin immer noch nicht fertig und zufrieden… auch weil ich zwischendurch echt schlapp gemacht habe.
Schwindelanfälle und Abgeschlagenheit. Und Schmerzen im Darm.
Ganz schlimm. Das hat mich immer mal wieder ein paar Tage ausgeknockt.

Und mich zum Nachdenken gebracht.

Ich hatte nämlich auch früher schon öfter so ein „aufgequollenes“ Gefühl.
Vegetarierin war ich schon lange, bestimmt 15 Jahre, bis ich irgendwann doch wieder etwas Fleisch gegessen habe… das war damals bei meinem Abschluß an der Musikhochschule. Kurz davor. Irgendwie wollte mein Körper unbedingt Fleisch.
Und danach war ich schlampig. Habe hier und da mal etwas gegessen.
Aber wohl gefühlt hab ich mich dabei nie.

Und jetzt habe ich beschlossen (worüber ich schon seit Monaten nachdenke und immer kurz davor war): Ich werde Veganerin.

Also nicht nur kein Fleisch, sondern auch keine Milch und keine Eier (also auch z.B. keinen Käse, keinen Joghurt usw.).

Klingt aber schlimmer als es ist.
Es gibt so tolle vegane Lebensmittel inzwischen. Milch kann man super ersetzen durch z.B. Soja-, Reis- oder Hafermilch. Und sogar veganen Käse gibt es inzwischen.

Was mich nur wundert, ist, dass fast überall Zucker drin ist. Das stört mich etwas.

Naja. Aber ich esse jetzt sehr viel Obst und Gemüse, Salat natürlich. Das reicht mir fast schon.
Doch ich finde auch die „Ersatzprodukte“ inzwischen echt lecker.

Sogar bei Aldi findet man vegane Produkte. Echt toll.

Habe schon einen veganen Kuchen gebacken (der leider in die Hose ging, war aber meine Schuld!) und heute gab es Würstchen mit Kartoffelbrei (vegane Würstchen von Aldi, Kartoffelbrei mit Reis-Milch). Ha! Das war LECKER! :)

Und es fühlt sich gut an! Auch ethisch-moralisch.
Ihr kennt ja wahrscheinlich die Geschichten, dass für die Eier, die wir Menschen essen, die männlichen Küken getötet werden (meist sogar geschreddert!!!) und dass den Kühen die Kälber weggenommen werden, direkt nach der Geburt (sie schreien oft kläglich vom Nachbarstall, ganz furchtbar!), damit die Menschen ihre Milch bekommen.

Ich habe für mich beschlossen: Ich will das nicht. Nicht meinetwegen soll das so sein.
Deshalb: Seit einer Woche vegan. Und glücklich. :)

Keine Angst, ich werde keine militante Veganerin sein. Ich bin überzeugt davon, dass ich das richtige tue. Das ist mir wichtig. Jeder muss mit sich ausmachen können, was er tut.

P.s.: Den letzten Ausschlag hat übrigens ein Greenpeace-Artikel gegeben, den ich gelesen habe (finde ich jetzt leider nicht mehr), worin es über Bio-Produkte in Supermärkten und Discountern ging. Darin stand, dass die tatsächlich wirklich „bio“ sind, sobald das „BIO“-Siegel drauf ist. Also dieses Grüne, 8-eckige.
ABER: Wenn man Bio-Eier kauft, können die genauso gut aus Massentierhaltung sein wie „normale“ Eier. Das hat mich geschockt. Und die Sache mit den Küken und den Kälbchen ist natürlich bei „Bio“ auch so.

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19 Kommentare zu “Nahrungsdings. LinaLuna goes vegan.

  1. Hallo LinaLuna, kennst du keinen, der Hühner hält? Ich hole mir nämlich meine Eier von privat. Die Hühner laufen dort im Garten herum.
    Dann bräuchtest du auf Eier nicht verzichten.
    LG Heike

      • P.s.: Und sowieso ist es aus veganer Sicht eine Ausbeute, die Hühner ständig Eier legen zu lassen und sie dann zu „klauen“. Es geht ja so weit, dass die meisten Legehennen gar nicht mehr wissen, wie man ein Ei ausbrütet (wodurch dann wenigstens die Küken nicht schlüpfen). Aber unnatürlich ist es doch. Und Du glaubst nicht, in was alles Ei und Milch drin ist, … abgesehen von Deinem Frühstücksei. Und das sind dann eben nicht die Eier vom Bekannten, der die Hühner selber hält.
        Aber es macht mir nichts. Ich kann auch ohne Eier leben, ganz ehrlich.

  2. Ich habe auch schon oft darüber nachgedacht, ob vegan leben etwas für mich ist. Da ich aber langfristig davon träume, einen eigenen Bauernhof mit einem sehr hohen Selbstversorger-Anteil zu haben (auch mit Fleisch z.B. von Hühnern und Schafen), ist das wohl nichts für mich. Ich möchte dann „mein“ Fleisch auch essen wollen/können. :) Daher ist für mich die Alternative erstmal nur „Bio-Fleisch“ und Eier von Hühner die ich kenne. :D (Nämlich die von der Oma meines Mannes *g*, die sind garantiert glücklich.)

    Aber ich finde es gut, wenn jemand das durchzieht mit dem vegan leben. Ist glaub ich am Anfang nicht so einfach, weil ja überall irgendwie was tierisches drin ist. Mein Kollege ist auch vegan und es ist erstaunlich was der manchmal so erzählt. Und ich finde es gut, dass du das nicht militant auf alle anderen übertragen willst. ;)

    Liebe Grüßchen! :)

    • Huhu. Selbtsversorger-Hof ist echt ein Traum. Liest Du auch die Blogs zu dem Thema? Ich schon. Und da steht oft, dass Tiere dann ein Problem darstellen. Du brauchst irre viel Land, um die Jauche zu verteilen usw.
      Okay, bei Hühnern und Schafen geht das ja vielleicht noch.
      Und die willst Du dann selbst schlachten?
      Ich finde ja, wer das Tier auch selbst umbringt, kann es auch essen. Anders nicht.
      Jeder Fleischesser sollte das selber machen. War ja ganz, ganz früher auch so.
      Und ich stelle es mir ziemlich fies vor, die männlichen Küken töten zu müssen. Denn mehr als einen Hahn kannst Du nicht gebrauchen.

      Und: Ich bin wirklich erstaunt (!!) wie einfach es in Deutschland ist, vegan zu leben. Zumal in einer Großstadt wie Düsseldorf.
      Gut, es ist noch eine der vegan am schlechtesten versorgten Großstädte, aber es geht.
      Und für Leute, die auf dem Land wohnen, gibt es auch ganz tolle Online-Biomärkte.

      Aber wie gesagt: Jeder muss das für sich selbst entscheiden. Ich will es halt so und ich merke, dass es mir auch gesundheitlich sehr gut bekommt!

  3. Ich finde das toll! Ganz ehrlich, ich zolle jedem Vegetarier und Veganer Respekt.
    Ich habe mich schon lange dagegen entschieden, kein Fleisch zu essen. Erstens, weil ich einfach zu undispliniert und faul bin. Zweitens esse ich einfach zu gerne Fleisch und tierische Produkte und will auch nicht darauf verzichten. Und drittens, der Hauptpunkt, ich kann Früchte und Gemüse nur begrenzt essen. Durch meine Darmerkrankung bekomme ich davon schnell Bauchkrämpfe und Durchfall. Auch Vollkorn geht nur begrenzt und ist mir darum mittlerweile verleidet. Fleisch und tierische Produkte sind jedoch kein Problem.
    Allerdings achte ich darauf, wo das Fleisch herkommt, unterstütze regionale Händler und Bioprodukte und esse lieber weniger oft Fleisch, dafür dann aber Bio oder ähnliches. Dasselbe auch bei Früchten und Gemüse, wann immer möglich kaufe ich lokal, saisonal und bio.

    • Darmerkrankung??
      Das wundert mich aber. Ich habe nämlich wochenlang und sehr gründlich recherchiert, was man tun kann um den Darm gesund zu machen/halten, denn ich hatte auch große Darmbeschwerden. Richtige Krämpfe, so dass ich nachts nicht pennen konnte.
      Die Recherchen ergaben bei verschiedensten Naturheilkundlern und Heilpraktikern: Keine Milch, keine Eier, kein Weizen, keinen Zucker, keinen Alkohol.
      Das scheinen so die Hauptregeln zu sein, damit ein Darm die Chance bekommt, sich regenerieren zu lassen.
      Außerdem eine „basische“ Ernährung. Die bekommt man hin, indem man viel Grünzeug ist.
      Das beides zusammen hat für mich ergeben: Ich tue es endlich! Ich werde vegan! :)
      Und soll ich Dir was sagen? Es ist überhaupt nicht anstrengend und es macht sogar Spaß! :) Ist total spannend, lauter neue Dinge zu entdecken und zu checken, was geht und was nicht. :)

  4. Das freut mich! Ich war auch schon als Jugendliche Vegetarierin und habe dann auch wieder angefangen Fleisch zu essen.
    Habe oft daran gedacht wieder ohne zu leben und mir dann Ende lezten Jahres das Buch „Tiere Essen“ von Jonathan Safran Foer aus der Bücherei ausgeliehen und mich darauf hin entschlossen kein Fleisch und Fisch mehr zu essen. Aber um so mehr ich mich mit dem Thema beschäftigt habe, wurde mir klar, dass mir das allein nicht reicht und ich auch so gut wie möglich auf alle anderen tierischen Produkte verzichten möchte. Und ich bin so glücklich damit. Ich fühle mich so wohl und es macht super viel Spaß alles Neue auszuprobieren.

    Sehr geholfen hat mir unter anderem die Seite vom VEBU, da bin ich jetzt Mitglied. Man bekommt viele tolle Infos und Vergünstigungen bei verschiedenen Shops, Restaurants, etc.
    Leider gibt es hier in der Nähe noch nicht so sehr viele Möglichkeiten Essen zu gehen oder Einzukaufen, aber auch die normalen Discounter bieten immer mehr an und über die Onlineshops (alles-vegetarisch und Vegan Wonderland) bekommt man alles was man braucht.

    Hast du dir schon überlegt, ob du irgendwelche Vitamine (B12) zusätzlich zu dir nehmen willst und wenn wie? Da bin ich mir nämlich noch nicht so sicher. Man ließt so unterschiedliche Meinungen.

    Im Moment lese ich übrigens das Buch von T. Colin Campbell „China Study“ (Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise), sehr interessant, aber auch erschreckend.
    Achja und das Buch von Marc Pierschel „Vegan“ kann ich für den Einstieg auch nur empfehlen.

    Bei Kochbüchern habe ich dir ja schon geschrieben, das ich mir da von Björn Moschinsky „Vegan kochen für alle“ gekauft habe und total begeistert bin und zum Geburtstag habe ich „Vegan geuerilla“ bekommen, das ich auch echt super.

    Am Besten gefiel mir meine Geburtstagsfeier am Wochenende, dafür standen wir zwar den ganzen Tag in der Küche, aber ich war so stolz einen komplett Veganen Geburtstag zu haben. Auch wenn ein Teil meiner Gäste alles andere als begeistert waren, dass es kein triefendes Steak auf dem Grill gab. Das waren aber die Personen, die man generell mit Gesundem jagen kann. Den anderen hat es super geschmeckt und es sind alle satt gewurden.

    Würde mich freuen, wenn wir uns weiter austauschen können, was es so neues gibt, oder wenn wir was ausprobieren.

    Viele Grüße

    • Wow, Denise! So ein langer Kommentar! Danke. :)
      Da sind wir uns ja in vielem einig. Schön.

      Ich kann noch empfehlen: „Peace Food: Wie der Verzicht auf Fleisch Körper und Seele heilt“ von Rüdiger Dahlke

      Da geht es zwar um Vegetarismus. Ist aber trotzdem ein tolles Buch und belegt mit vielen Wissenschaftlichen Fakten, warum es sehr gesund ist, Vegetarier/Veganer zu sein.
      :)

      Denise, willst Du nicht ein Blog über das Thema machen? Habe ich auch vor!

  5. Vegetarisch essen, schön und gut. Das mache ich ja auch zum Großteil. Und wenn’s mal Fleisch gibt, dann vom Bio-Metzger. Dass man darauf achtet, was man so isst und wo das herkommt, ist ja auch richtig. Macht leider immer noch nicht jeder.
    Bei veganischer Ernährung frage ich mich immer, wie gesund das denn ist. Ich habe mich, ehrlich gesagt, damit noch nicht so sehr auseinander gesetzt. Gibt es nicht vielleicht irgendwelche Nährstoffe, die durch den Verzicht auf jeglichen tierischen Produkte dem Körper verloren gehen? Nur weil es Ersatzprodukte sind, heißt das ja nicht, dass die das Gleiche liefern. Fragen, Fragen. Hm.

    Ich weiß allerdings, dass ich vermutlich eh nie vegan leben könnte, da ich viel zu gern morgens ein Glas (Kuh-)Milch trinke. Das Soja-Zeugs ist nichts für mich.

    Liebe Grüße und guten Appetit ;)
    miko

    • Wie gesagt: Das muss ja jeder für sich entscheiden.
      Ich war am Montag beim Arzt (integrative Praxis, also Schulmedizin/Naturheilkunde) und habe gefragt, ob ich Mangelerscheinungen haben könnte wegen veganer Ernährung. Er hat das abgewinkt.
      Ich hab mir aber trotzdem vorgenommen, in regelmäßigen Abständen mein Blut checken zu lassen. Da ich genau vor sowas auch etwas Angst habe.
      Glaube aber tatsächlich, dass die „Ersatzprodukte“ alles notwendige liefern und man nichts zusätzlich einnehmen muss.

  6. An alle: Ich habe eben beschlossen, dass das jetzt doch ein Thema ist, was ich hier auslagern werde.
    Ich packe aber einen Link zu dem neuen Blog in die Sitebar.
    Genauso werde ich es wohl doch mit dem Garten machen.
    Ich mag die Mischung nicht hier. Das soll ein Kreativblog bleiben.
    Habe ich jetzt mal eigenmächtig entschieden, obwohl Ihr ja dagegen wart.
    Die Links stehen aber dann offen da rechts und man kann ja alles super-easy mit dem RSS Feed abonnieren (oder bei wordpress.com).

    Ich möchte einfach für mich ein Vegan-Blog haben, da ich dann alles auf einen Blick sehe.
    Dort möchte ich die Dinge sammeln, die ich entdecke (also alles, was man so essen kann als Veganer… da kommen für mich momentan tägliche neue Sachen dazu).
    Sozusagen ein Sammelsurium.
    Und Rezepte. Überallher bekomme ich jetzt vegane Rezepte zugesteckt… wird ewig dauern, bis ich die alle ausprobiert habe. Aber ich freue mich riesig drauf und ich möchte meine Lieblingsrezepte auf dem Blog sammeln, damit ich sie nicht verschlampe oder vergesse.

    Also, keine Widerworte. Der Beschluss ist gefasst. :)
    Bin schon am Basteln.

  7. Coole Entscheidung :)

    @miko: Solange man sich ausgewogen ernährt, bekommt man alle Nährstoffe, die man braucht.
    Das einzige, worauf man achten sollte, ist Vitamin B12. Das sollte man supplementieren.
    Übrigens haben auch viele Fleischesser Probleme mit B12 Mangel, mein Mitbewohner zum Beispiel. Und mein Arzt hat mir erzählt, dass er ganz viele Patienten (die Fleischesser sind) hat, die B12 Spritzen bekommen…

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