Hinterher

Mensch, ich bin so hinterher mit meinen Blogs (allen! – Sonst leiden immer nur 2-3 meiner Blogs, im Moment aber alle). Tut mir leid. Hier mal wieder wenigstens ein Lebenszeichen von mir.
Seid Ihr noch da???

Der Januar 2013 ist schon wieder halb vorbei. Gibt es doch nicht! Ratzfatz.
Schneller als ich gucken konnte, waren auch meine Weihnachtsferien rum. Dabei hatte ich noch so viel vor… Kleiderschrank aufräumen, Nähen… Yoga machen.
Nichts geschafft. Ich hätte einfach nur schlafen, schlafen, schlafen können.
Das Wetter war passend dazu: grau, dunkel, Pieselregen. Toller Jahresbeginn.

Trotzdem hat es gut getan und ich habe es mir gegönnt, faul und träge zu sein. Keinen „Vorsätze“-Druck oder sowas. Gut so.

Und jetzt hat mich der Alltag voll im Griff. Musikschule, Vorbereitung für den „Jugend Musiziert“-Wettbewerb, heute gehe ich zur Probe eines neuen Musik-Projektes eines Freundes… bin gespannt… und eine andere Freundin hat auch Pläne, die eher in Richtung Büroarbeit gehen… aber dazu darf ich, glaube ich, noch nichts schreiben. Mache ich dann, wenn es soweit ist (im Sommer).

Zwischendrin quält mich der Ärger mit den Nachbarn hier. Ich verstehe eigentlich nicht, wie das passieren konnte, aber sie mögen mich nicht, glaube ich. Dabei bin ich der friedliebendste Mensch, den man sich vorstellen kann. Ehrlich. Ich glaube, ich hatte schonmal erzählt (oder war es auf dem Garten-Blog?), dass die Nachbarin über mir gleich am Anfang fast täglich was zu meckern hatte… so viel, dass ich mich schon gar nicht mehr in den Garten getraut habe, weil sie immer gleich auf den Balkon kam um mir ihre neueste Kritik vorzutragen.

Ich gestehe: Ich bin nicht die eifrigste Hausfrau. Manchmal schlampe ich mit dem Treppenhaus-Putz und den Keller habe ich auch einen Monat zu spät gereinigt. Sowas geht für die Frau gar nicht. Aber ich mache es. Und den Schneedienst habe ich fast ganz alleine gemacht, obwohl die Vermieterin darum gebeten hatte, dass wir im Haus routieren sollten.
Aber als ich sie dann einmal bat, doch bitte ihr Laub/Dreck vom Balkon nicht einfach in meinen Garten (landet auf meiner Holzterrasse) zu fegen, sondern in den Müll zu werfen, reagierte sie patzig.

Inzwischen weiss ich gar nicht, ob ich noch irgend jemand im Haus auf meiner Seite habe. Es sind außer mir nur drei Parteien. Ich glaube nicht.
Und ich habe keine Ahnung, wie ich das wieder geradebiegen soll. Inzwischen hatte ich mit allen drei „Ärger“.

Die in der Mitte sind noch jung und haben ein kleines Kind. Aber trotzdem werden wir irgendwie keine Freunde. Muss ja auch nicht. Aber sie sind von mir genervt, weil meine Waschmaschine (im Keller) ausläuft. Darüber regen sich alle auf. Dabei ist es für mich am schlimmsten. Sie wird wohl bald ihren Geist aufgeben- und ich habe kein Geld für eine Neue oder sie reparieren zu lassen. Vielleicht muss ich sie selbst mal aufschrauben. Naja, und mit dem Schneedienst waren sie auch gegen mich. Angeblich stünde in ihrem Mietvertrag, dass ich den Dienst alleine machen müsse, weil ich unten wohne. So ein Quatsch. Hat mir die Vermieterin bestätigt, dass das nicht drin steht, das sei ja auch seltsam.

Und ganz oben wohnen die ältesten Mieter, eigentlich sehr liebe Leute. Aber mit ihm habe ich einmal Ärger gehabt, da stand er vor meiner Tür und meinte, er müsse jetzt den Schnee von seinem Balkon in meinen Garten schippen. Fand ich aber toll, dass er Bescheid gesagt hat. Doch dann fing er an und ich hatte höllische Angst um meine Rose. Bin raus und rief ihm „Hallo“ zu. Keine Reaktion. Also hoch in den 3.Stock und geklingelt. Ich wollte ja nur sagen, dass er an der einen Stelle bitte aufpassen soll wegen der Rose. Die Schneemassen klatschten in meine Beete wie dicke Eisschollen. Aber niemand öffnete.

Ich gelte hier anscheinend als unzugänglich und Meckerzicke. Dabei bin ich aus meiner Sicht das absolute Gegenteil.
Was ich jetzt machen kann, weiss ich nicht. Reden müsste man mit denen. In Ruhe. Aber im Treppenhaus ist das ganz schwierig, denn sie sind alle sehr abweisend zu mir. Ich habe es schon die ganze Zeit mit Freundlichkeit versucht. Aber die wird ignoriert.
Habe schon überlegt, ob ich alle mal zusammen zum Kaffee einladen soll. Aber das wäre irgendwie too much, finde ich.
Bin aber sicher, dass alles entspannter wäre, wenn sie mich mal kennenlernen würden und umgekehrt. Ich habe ganz sicher auch Vorurteile denen gegenüber.

Das alles macht mich ziemlich fertig und nimmt mich mit, raubt Energie. Muss ich zugeben. Da ist mein Fell einfach nicht dick genug.

Das Ganze gipfelte letzte Woche darin, dass irgendwer von oben mir gekochte Kartoffel und einen anderen Tag Brot in den Garten warf, woraufhin Scharen von Krähen und Elstern meinen Rasen bevölkerten. Fand ich voll daneben- auch wegen meiner zwei Fellnasen.
Da ich nicht wusste, von wem die Lebensmittel kamen, habe ich das Brot und den Restlichen Müll aus meinem Garten ins Treppenhaus gestellt mit einem (wie ich finde deutlich augenzwinkernden) Zettel: „Gartenfundbüro“ – und einem kleinen Text, von wegen „Lebensmittel bitte selbst essen oder entsorgen“ usw.
Kam nicht an. War klar.
Wahrscheinlich habe ich dadurch alles nur noch schlimmer gemacht.

Tja. Und jetzt gehen wir uns alle aus dem Weg. Habe niemanden aus dem Haus getroffen seit Neujahr. Sonst sieht man sich eigentlich immer mal wieder. Aber jetzt gehen sie mir offensichtlich aus dem Weg.

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6 Kommentare zu “Hinterher

  1. Ohje, mit Nachbarn ist echt nicht einfach. Kenne das Problem. Habe neue lärmende Nachbarn, die keine Einsicht zeigen und mir somit schlaflose Nächte bereiten. Man ist so hilflos und das Ganze raubt viel Energie.
    Die Aktion mit den Essensresten finde ich ziemlich daneben, Was sind das denn bitte für Nachbarn?! Deine Reaktion mit dem Zettel finde ich einfach nur klasse! Glaube jetzt nicht unbedingt, dass Du es dadurch noch schlimmer gemacht hast. Wie hättest Du denn sonst reagieren sollen?
    Ich würde erstmal abwarten, vielleicht kommt die Tage ein nettes Gespräch mit den Nachbarn zu stande? Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich nie… ;)

    • Ach, ich lasse jetzt erstmal Gras drüber wachsen. Einen Nachbarn habe ich heute im Treppenhaus getroffen und ihm ein fröhliches „Hallo“ entgegen geschmettert. Hat geantwortet. ;) Ist aber auch der nette von ganz oben.

  2. Hallo LinaLuna.
    Sich als „die Neue“ (und dann auch noch mit Katzen!) zu integrieren, ist natürlich schwer, aber das mit dem Fundbüro-Zettel war goldrichtig. Du könntest jedem im Haus (einzeln) ansprechen und fragen, ob er oder sie die Zettel-Aktion für übertrieben hält. Dem Schneeschieber kannst Du ja sagen, dass er den Schnee ruhig runterschippen kann, dabei aber bestimmte Stellen bitte auslassen soll. Den jungen Eltern könntest Du Dich als gelegentliche Babysitterin anbieten, wie wäre das? Und die Meckerziege mal (freundlich) fragen, welche Musik sie denn gerne so hört. Außerdem kannst Du die Vermieterin bitten, einen Aushang im Treppenhaus zu machen, auf dem an die Reihum-Schneeschiebe-Regelung erinnert wird, natürlich ohne Namensnennung.
    Bei der Waschmaschine solltest Du den Flusenfilter reinigen und mit der Hand das breite Dichtungsgummi (in das die Glastür beim Schließen gedrückt wird) prüfen, da ist wahrscheinlich ein Riss drin. Beim Auswechseln kann Dir vielleicht jemand aus dem Haus behilflich sein.
    Ich wünsche Dir trotz all dieser Schwierigkeiten ein frohes neues Jahr!

    • Hallo Wolfgang, danke für die schlauen Tipps… ;)
      aaaber:
      Ich wollte dem Schneeschipper das doch sagen, dass er nur mit der Rose aufpassen soll. Verstehe nicht, warum er mir nicht zugehört hat. Vielleicht ist er ja wirklich schwerhörig und hat mich einfach nicht gehört. Ist dann auch egal. Er hat die Rose nämlich nicht getroffen. ;)
      Das mit dem Babysitten hatte ich auch schon überlegt. Mache ich vielleicht mal. Aber wenn die mich unsympathisch finden, weiss ich nicht so genau… vielleicht, wenn der Sohn ein bisschen älter ist.
      Warum soll ich die Meckerziege nach ihrer Musik fragen? Die hört WDR4, weiss ich schon. Also Schlager.
      Passt ja zum Schrebergarten und Taubenzüchter-Verein (kein Scherz).
      Der Schnee-Plan hängt im Treppenhaus. Den musste ich auf Anweisung der Vermieterin hinhängen. Das war ein Fehler. Den hätte sie eigenhändig machen müssen, denn jetzt bin ich die Schnepfe.
      Waschmaschine: Das ist ja das Seltsame: Die hat unten links diese Öffnung, die man aufschrauben kann. Dahinter hätte ich das Flusensieb vermutet. Aber da ist nichts!!!! :( Ich habe die von der Vormieterin übernommen und da lief sie angeblich nicht aus. Habe schon überlegt, ob ich die mal komplett aufschraube. Irgendwas muss ja undicht sein.
      Ich fürchte, die gibt irgendwann ganz ihren Geist auf. :(

      • Gern geschehen… ;)
        An der Waschmaschine ist eventuell eine Klappe, die sich durch Eindrücken öffnen lässt, dahinter ist meist mit 2 Hebeln dieser Filter befestigt. Und unbedingt das Türgummi mit den Fingern prüfen.
        Ich denke mal, mit dem Herrn von oben und den jungen Eltern wirst Du Dich anfreunden, mit der Meckerziege wohl nicht, ich wusste ja nichts von Schrebergarten und Taubenzüchterverein, da hilft sicher auch kein „Musik verbindet“. Allerdings wird ausgerechnet sie Dich für den Schnee-Plan lieben. ;)
        Viel Erfolg!

      • Meine Maschine hat unten links eine runde Öffnung zum Aufschrauben. Dahinter hätte ich den Filter vermutet. Aber da ist nichts. Man kann ganz weit reingreifen und findet nichts. (Das war, was ich als erstes geguckt hatte…)

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