Abnehmen?

Ich muss ja, ehrlich gesagt, immer etwas schmunzeln, wenn ich im Netz (egal wo, Facebook, Twitter, Blogs) von Menschen lese, die mühselig die soundsovielste Diät über sich ergehen lassen, mit den Pfunden kämpfen und dann stolz sind, wenn sie in 3 Monaten 2 kg abgenommen haben.
Mal ehrlich, 2-3 kg schwankt mein Gewicht eigentlich jede Woche, wobei ich das so genau nicht kontrolliere- ich steige nicht so oft auf die Waage. Und zwischen morgens und abends liegt meistens auch fast 1kg Unterschied.

Fakt ist: Ich habe sage und schreibe 10 kg (!) abgenommen in diesem guten halben Jahr, das ich jetzt vegan lebe (vorher 70 kg, jetzt 60 kg). Und das war ja gar nicht mein Plan. Ich hatte es nicht wirklich nötig abzunehmen. Fühlte mich zwar vorher „etwas zu schwabbelig“, aber ich wollte jetzt keine Diät machen. Kein Übergewicht.

Aber allein schon das Weglassen der Milchprodukte hat das bei mir bewirkt, glaube ich. Milch schleimt, Milch quillt mich irgendwie von innen auf. Anders kann ich das nicht beschreiben.

Und ich habe nicht das Gefühl, auf etwas zu verzichten! Im Gegenteil. Es schmeckt alles soooo gut! Ich habe immer noch sooo viele tolle Rezepte auf der Warteliste, die ich alle ausprobieren möchte, da kommt man ja kaum nach.

Was noch ein Vorteil ist: Früher habe ich mir oft noch schnell auf dem Arbeitsweg „ein Brötchen auf die Hand“ beim Bäcker geholt. Das fällt jetzt natürlich aus. Und auch das macht was aus. Sehr viel sogar, glaube ich.

Aber wer sich nicht auf vegane Alternativen (und da gibt es tolle Käse! – Zwar nichts „altes“, aber immerhin) einlassen mag, dem wünsche ich noch viel Erfolg mit der Selbstquäl-Methode und anschliessendem Jojo-Effekt. ;-)

(Falls es jemand doch mal mit veganer Ernährung probieren will: Die „vegan for fit“ Challenge von Attila Hildmann ist perfekt dafür, denke ich!)

Edit:
Da ich aus den Kommentaren herausgelesen habe, dass dieser Eintrag nicht so angekommen ist, wie er gemeint war, hier eine Erklärung.
Auf KEINEN FALL wollte ich sagen, dass man „nur mit veganer Ernährung abnehmen könne“. Im Gegenteil. Ich halte vegane Ernährung nicht für eine Diät. Ich wollte Euch eigentlich nur jubelnd mitteilen, dass ich durch die vegane Ernährung ganz nebenbei 10 kg abgenommen habe, ohne dass das jemals der Plan war!
Einfach, weil ich das noch nie erwähnt hatte. Ist doch ein schöner Nebeneffekt!

Und dem Absatz mit dem veganen Käse habe ich jetzt noch einen Zwinkersmiley hinzugefügt. Ich hoffe, jetzt wird etwas deutlicher, dass der Absatz mit einem Augenzwinkern gemeint ist und nur an die gerichtet, die sich mit irgendwelchen Diäten abquälen.

Mir ist klar, dass es unendlich viele andere Wege gibt (auch nicht-vegane!), abzunehmen und auch noch Spaß dabei zu haben! Es ging ausschließlich darum, dass einige Menschen sich quälen, extra wenig essen und keinen Spaß dabei haben… was natürlich auch bedeutet, dass man da zur alten Ernährungsweise zurückkehrt, sobald die Diät vorbei ist. Bedeutet: Jojo-Effekt.

Puh. Ich hoffe, jetzt versteht man den Text. Tut mir leid, dass ich mich so missverständlich ausgedrückt habe.

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20 Kommentare zu “Abnehmen?

      • Maßvoll und ausgewogen essen, auf den Körper hören (wenn der dir natürlich sagt, dass Milch doof für dich ist, nun gut – mir sagt er das nicht), aufhören wenn man satt ist, Fast Food nur in geringen Maßen, Bewegung im Alltag nicht unbedingt völlig vermeiden – also eigentlich das, was sowieso jeder weiß! ;-) Bei mir hat es funktioniert und ich habe die 10-15 verlorenen Kilo (du sagst ja ganz richtig, das schwankt von Tag zu Tag) jedenfalls in den letzten 5 Jahren nicht wieder draufgekriegt.
        Tut mir Leid, wenn ich vielleicht etwas schnippisch rüberkam, aber ich finde, dein Artikel wirkt etwas … nun ja, einseitig und da konnte ich mich nicht zurückhalten. Es gibt sicherlich sehr viele gute Gründe, vegan zu essen, aber zu sagen, dass man NUR so vernünftig abnehmen kann, halte ich persönlich für falsch.
        Liebe Grüße
        Nele

      • Oh, dann hab ich mich auch falsch ausgedrückt. Der Artikel beschreibt einfach meine ganz persönliche Erfahrung und ich wollte damit keineswegs behaupten dass man „nur mit veganer Ernährung“ abnehmen kann. Ich wollte eigentlich nur erzählen, dass es bei mir so ganz nebenbei passiert ist. Ich wollte doch gar nicht abnehmen!!
        Tut mir leid, wenn der Artikel nach erhobenem Zeigefinger klingt. Das war wirklich überhaupt nicht meine Intention. Halte ja von Moral-Veganern gar nix.

  1. Die meisten Menschen nehmen am Anfang der Umstellung auf vegan ab, das gibt sich, das ist schneller wieder drauf als du denkst. Spätestens nach Entdeckung des veganen Süßigkeitenangebot im Supermarkt. :P

    • Nein, das denke ich nicht. Ich habe früher auch so viel gewogen wie jetzt gerade, als ich noch konsequent vegetarisch gegessen habe. Bei mir hat das tatsächlich die Milch gemacht und die vielen Zwischenmahlzeiten, die jetzt gezwungenermaßen wegfallen, weil ich mir nicht mehr an jeder Ecke was kaufen kann…

  2. Ich finde den Artikel auch etwas einseitig.

    Zum Einen spricht er allen, die nicht vegan leben, ab, „normal“ abnehmen zu können.

    Zum Anderen sieht es so aus, als solle man Veganer werden, um abzunehmen.

    Beides ist irgendwie Unfug.

    Ich lese gerne Blogs und freue mich auch über Ernährungstipps, egal ob vegetarisch, vegan oder nicht. Aber ich mag es gar nicht, wenn man scheinbar missioniert werden soll.

    • Huch. Ich bin echt etwas erschrocken. Ich hatte überhaupt nicht vor, zu missionieren. Ganz ehrlich. Ich wollte Euch doch nur erzählen, wie es bei mir funktioniert hat. Steht denn irgendwo, dass man es so und so machen MUSS? :/ Och man, soll ich den Artikel wieder löschen?

      • Ich glaube nicht, dass du den Artikel wieder löschen solltest. Sind doch deine Erfahrungen, und sicher nicht falsch! Wenn du dir aber selbst noch mal den Absatz durchliest „Aber wer sich nicht auf vegane Alternativen einlassen möchte…“, wird dir bestimmt selbst auffallen, dass das so klingt, als wäre man dann eben selbst Schuld, dass man nicht abnimmt – ergo, dass man nur vegan abnimmt!

      • Nein, nein… ich bezog mich auf die selbstquälerischen Methoden, wegen denen ich diesen Eintrag geschrieben habe. Weil ich glaube, dass es kein guter Weg sein kann, sich mit einer Diät zu quälen. Das kann ja eigentlich nur nach hinten losgehen. ;-)

      • Liebe Lina , lass dich nicht ärgern . Ich habe es verstanden . Eine richtige gesunde ernährung ist nun mal die Vegane Ernährung. Obst und Gemüse im rohen Zustand ist und bleibt nun mal das Ideale essen für unseren Körper . Ich kenne keinen einzigen Menschen der sich von Fleisch und anderen ungesunden Dinge ernährt , der wirklich gesund ist . Alle haben ihre Probleme und die meisten Rennen lieber zum Arzt und jammern , wie schlecht es ihnen geht , statt selber mal sich zu informieren und selbst was an ihren Zustand etwas zu ändern . Du liebe Lina , bist dir wirklich wichtig und wollte’s etwas verändern , damit es dir gut geht und warst stolz und wolltest dein Wissen anderen teilen . … Du gehst den richtigen Weg . Menschen die es nicht verstehen , müssen halt in ihrer Welt bleiben und jammern . Jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich .

  3. Vegan, ich ziehe den Hut, kommt bei mir nicht in Frage, weil mir das einfach zu umständlich ist, das krieg ich einfach nicht gebacken. Ja, reine Faulheit, das ist wahr. Irgendwo muss ich faul sein, denn ich kann nicht überall fleißig sein. ;)
    Was ich aber eigentlich sagen wollte zum Thema Ernährung:
    Ich hab ja gerade diese blöden Intoleranzen und recht viele Probleme damit, also genauer: Histaminintoleranz, und die Lösung ist derzeit eine Auslassdiät, wo man nur wenige (zufälligerweise vegane) Lebensmittel zu sich nimmt. Und siehe da, heute früh: Meine Cellulite ist weg! Komplett!! Nach eineinhalb Wochen, ist das zu fassen! Auf Nachfrage in meinem Forum geht es auch anderen Frauen so. Trifft sich, dass die Jünger der „Basischen Ernährungsfront“ genau das bestätigen: Durch basisches Essen (und das sind Kartoffeln, Gemüse, Salat und Obst) ginge Cellulite weg. Tja, da scheint dann wohl doch was dran zu sein? Toll jedenfalls. :)
    Ansonsten habe ich mit Gewicht nie Probleme gehabt. Früher eher bisschen zuwenig, was sich im Alter gegeben hat, und jetzt, durch die krasse Ernährungsumstellung (und das 2-monatige Trekken in Südamerika) natürlich wieder etwas weniger.
    Und übrigens zum Quinoa: Hab nun immerhin im Bioladen Fair-Trade-Quinoa gekauft. Puh, teuer. SEHR teuer. Das werd ich mir leider nicht immer leisten können.
    LG /inka (die dann nun eben Dich auf 2 Kanälen verfolgen wird)

  4. „Aber wer sich nicht auf vegane Alternativen einlassen mag, dem wünsche ich noch viel Erfolg mit der Selbstquäl-Methode und anschliessendem Jojo-Effekt.“

    Dieser Absatz klingt in der Tat eindeutig missionarisch und so, als könne man nur vegan dauerhaft und mit Freude abnehmen.

    Am 10. Januar 2010 hat es bei mir Klick gemacht. Ich habe meine Ernährung umgestellt und bis Juni 2011 um die 25 kg abgenommen. Das war keine Quälerei, sondern hat Spaß gemacht und ich esse weder vegan, noch vegetarisch. In Kombination mit Sport (den ich aber als Stressausgleich und gegen meine Knochenprobleme begonnen habe), halte ich mein Gewicht nun auch schon ziemlich lang, also nix JoJo-Effekt.

    Jeder, der sich ein bisschen damit beschäftigt, weiß, dass Abnehmen nur mit Ernährungsumstellung und eben am besten in Kombination mit Sport dauerhaft funktioniert – und dass man (grundsätzlich) nicht mehr zu sich nehmen darf, als man verbrennt, egal, ob Vegetarier, Veganer, Frutarier oder Allesfresser.

    • Upps. Stimmt, das kann man tatsächlich so auffassen. War allerdings eher mit einem Augenzwinkern gemeint und bezog sich eben auf die von mir erwähnten selbstquälerischen Methoden, über die einige Leute manchmal im Netz berichten.
      Und die Aussage des Artikels sollte eigentlich sein, dass es bei mir eben mit der veganen Ernährung nebenbei passiert ist, ohne dass ich überhaupt abnehmen wollte. ;-)

  5. Diäten … ja, Du sagst es. Davon habe ich noch nie etwas gehalten. Dieses Low-Carp-Welle jetzt zum Beispiel. Klar nehme ich verdammt schnell ab, wenn ich die Kohlenhydrate reduziere oder gar ganz weglassen, aber will ich so dauerhaft leben? Nein, will ich nicht. Und kaum dass ich mit meinem reduzierten Gewicht zufrieden bin, esse ich wieder wie vorher und zack ist die Hälfte der abgenommen Kilos wieder drauf. Und das ist bei jeder Diät das gleiche Ding.

    Die Mischung zwischen ausgewogener Ernährung und Bewegung macht es einfach. Du liest ja zwischendurch bei mir und hast ja mitbekommen, dass ich beim „Belly Off 3“ mitmache. Erstaunlich, wie verschieden die Möglichkeiten sind, mit denen die Teilnehmer versuchen, ihre Pfunde los zu werden. Bei den Meisten ist es wirklich so, dass sie irgendetwas weglassen und auch Erfolg damit haben, aber ob das auf Dauer gut geht?

    Das einzige, was ich bei mir geändert habe, sind die kleinen Extras unterwegs oder auf der Arbeit zu unterbinden, denn die hauen ordentlich rein und müssen echt nicht sein. Ich achte darauf, immer genug von zu Hause mitzunehmen, morgens zu frühstücken und dann passt das. Dazu höre ich jetzt einfach auf, wenn ich satt bin und fresse nicht mehr weiter, weil es so lecker schmeckt. Das ist nämlich auch so ein böser Fehler. Dann noch ausreichend Bewegung zwischendurch und dann passt das.

    Ich versuche gerade so die richtige Mischung zwischen Sport und Ernährung zu finden. Trotzdem essen, was ich gerne mag, weder auf Brot, noch auf Kartoffeln verzichten, auch mal ein Glas Wein oder Bier und trotzdem abnehmen. Sonst bekäme ich auch schlechte Laune und damit wäre niemandem gedient.
    Momentan dominiert der Sport schon ordentlich mein Leben, aber sobald ich mit meinem Gewicht bzw. mit meiner Figur zufrieden bin, kann ich das auch wieder ein wenig reduzieren. Mal davon abgesehen macht mich der Sport wesentlich ausgeglichener und an manchen Tagen fehlt mir schon was, wenn ich nichts tue. Ich versuche gerade im Laufen Kondition aufzubauen, weil ich denke, dass sich das später gut mal eben kostengünstig und zwischendurch machen lässt, denn ewig möchte ich auch nicht ins Fitness-Studio rennen müssen.

    Ich war mal acht Jahre Vegetarier bis ich mich unter sehr starkem Alkoholeinfluss von meinem Papa mit einem Döner habe verführen lassen. Schwache Leistung, ich weiß. War aber auch ein wenig mies von ihm. So.
    Wieder vegetarisch zu leben kann ich mir vorstellen, aber vegan wäre allerdings nichts für mich, Da müsste ich auf viel zu viele Dinge verzichten, die ich gerne mag.
    Was Du schreibst bezüglich der Umstellung und des Gewichtverlustes, erinnert mich ein wenig an die Zeit, als meine Mutter unsere Ernährung von „gewöhnlich“ auf vollwertig umgestellt hat. Da haben wir auch alle abgenommen, ohne auch nur im entferntesten Hunger zu leiden.

    So, jetzt habe ich aber genug getextet. :-D

    • Hihi, danke für den langen Kommentar.
      Ja, war bei mir damals auch so. 15 Jahre Vegetarierin, dann wegen Stress im Examen wieder Fleisch gegessen (mir war einfach danach) und danach inkonsequent gewesen. Ich hab nie Fleisch gekauft, aber wenn irgendwo was dran oder dabei war, habe ich es gegessen.
      Immer wieder sprachen Leute mich an und sagten: „Naja, wenn schon vegetarisch, dann musst Du eigentlich vegan leben, weil auch Hühner und Milchkühe schrecklich leiden usw.“
      Ich habe dann immer abgewunken und gesagt, (wie Du), dass mir z.B. toller Käse viel zu gut schmeckt usw.
      Heute sehe ich das anders. Nachdem ich den Schritt gewagt hatte, vegan zu leben, kamen erst die ganzen Infos. Ich setzte mich halt mit dem Thema auseinander und erfuhr so erst die ganze Wahrheit. Was für eine Qual die Tiere erleben. Und ich könnte mich heute ohrfeigen, dass ich den Schritt nicht eher getan habe, denn ich vermisse absolut nichts. Ganz selten den alten Käse, aber solche Gedanken wische ich innerhalb von Sekunden weg, wenn ich daran denke was ich für geniale, leckere Sachen entdecke, seit ich Veganer bin. Frag mal die Andra. ;)
      Trotzdem- auch bei mir hat der Schrit JAAAAHRE gedauert und ich würde deshalb nie im Leben versuchen, jemanden zu „missionieren“, denn das funktioniert nicht.
      Mich hat letztendlich jemand aus der „Veggie-Community“ überzeugt, der mir über geschredderte Küken und verlassene Kälber schrieb. Aber nicht in dem Moment, wo er das tat (da dachte ich noch: „Ich bleibe trotzdem Vegetarierin!“), sondern erst Monate später, als ich zur Ruhe kam und noch einmal über alles nachdenken konnte.
      Und es fühlt sich so verdammt gut und und es schmeckt alles so toll. Hach. Sorry, ich muss immer schwärmen. Tut mir leid. ;)
      Achso und genau: Bei mir waren es eben auch die Zwischenmahlzeiten, die am meisten ausgemacht haben, denke ich. Ob jetzt vegan oder nicht. Nur, durch das vegane Leben komme ich einfach gar nicht in Versuchung, doch mal eben kurz beim Bäcker anzuhalten. Geht einfach nicht. ;)
      Sport sollte ich trotzdem mal wieder machen, da hast Du mir was voraus. Obwohl, ich mache ja Yoga. Könnte aber mehr sein.

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