about:kate

kate[Foto: arte.tv]

Kennt Ihr „about:kate„?
Das ist eine crossmediale Fernsehserie auf ARTE. Und ich bin süchtig, seit letztem Samstag. Habe mir nachdem ich einmal zufällig reingeschaltet hatte (Folge 6) direkt noch die vorherigen Folgen angesehen (kann man online). Insgesamt sind es 14 Folgen, immer samstags abends, 00:20 Uhr.

Was ist jetzt „crossmedial“?
Es geht um ein Second-Screen-System. Man kann sich nämlich eine App zur Serie auf’s Smartphone ziehen, die einen dann begleitet und zeitgleich (via Lautsprecher) mit einem kommuniziert. Man bekommt Fragen gestellt, die hinterher in einer Art Psychotest ausgewertet werden, aber auch einige lustige und hilfreiche Links zu Themen aus der Sendung.
Richtig erschrocken habe ich mich aber, als plötzlich mein Telefon klingelte.

Worum geht es in der Sendung?
Eine junge Frau namens Kate ist aus ihrem Alltag geflüchtet und hat sich selbst wegen Depressionen in die Nervenklinik eingewiesen.

Auf der zugehörigen Seite von ARTE ist es folgendermaßen beschrieben:

Kate ist überfordert. Sie braucht eine Pause. Besser noch ein vollständiges Reset. Kate ist fast 30, aber fühlt sich wie kurz nach dem Abitur. Die anderen – Freunde, Verwandte, Bekannte – sind Gegner und Konkurrenten, und dennoch möchte sie irgendwie dazugehören und so sein wie sie. Sie checkt freiwillig in eine Nervenklinik ein, aber mit Laptop und Smartphone bewaffnet. Dort stehen die Sitzungen mit ihrer Therapeutin im Mittelpunkt, die Kate mit merkwürdigen Methoden aus der Reserve lockt. In einsamen Momenten beginnt Kate dann ihre Spurensuche nach sich selbst und klickt sich durch alte Fotoalben, Videoclips, virtuelle Pinnwandeinträge und digitale Erinnerungen. Während ihres Klinikaufenthalts stellt sie sich Alter Egos, Doppelgängern, Idealvorstellungen, Projektionen vergangener Lieben und Familiengeheimnissen. Doch je näher sie den Ursachen für ihre Überforderung kommt, desto mehr scheint sich ihr Unbewusstes zu verselbstständigen.

Auf der Homepage kann man sogar die kommenden Folgen beeinflussen, indem man z.B. Fotos/Videos oder selbstgemalte Bilder zu geforderten Themen einsendet.

Außerdem gibt es ein „Logfile„, in dem Kate ihre Internet-Fundstücke sammelt.
Auf ihrer Facebook-Seite kann man mit ihr kommunizieren.
Sie ist sozusagen eine virtuelle Freundin, wenn man so will.

Als ich das erste Mal in die Serie reingeschaltet habe, war ich total fasziniert, dass eine deutsche Produktion (Christian Ulmen!) so abgefahren und faszinierend irre sein kann. Wow. Dass es sich um eine crossmediale Serie handelt habe ich erst danach via Twitter erfahren. Umso beeindruckender. Finde ich.
Achso: Auch die bereits gesendeten Folgen kann man problemlos zusammen mit der App ansehen!

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2 Kommentare zu “about:kate

  1. Klingt interessant – aber was ist mit Leuten ohne Smartphone etc.? Können die die Sendung nicht schauen? (Verstehe das System um ehrlich zu sein nicht ganz ^^“)

    • Doch, natürlich kann man die Sendung ohne Smartphone schauen. Hab ich ja geschrieben, dass ich das auch zuerst getan habe. Der Second Screen ist lediglich eine coole Ergänzung, muss man aber nicht zwingend verwenden. Probier’s einfach mal aus, dann wirst Du das System verstehen. ;-)

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