Piep piep piep.

Nach gefühlten hundert Jahren mal ein Pieps von mir.
Würde hier tatsächlich noch jemand mitlesen? Ja?
Falls ja, bitte kurz einen Kommentar hinterlassen. Bin gespannt.

So ist es halt.

Liebe LeserInnen,

seit einigen Wochen bin ich sehr unschlüssig, wie es hier bei Lina Luna weitergehen soll.

Das Blog bleibt, so viel ist klar. Vielleicht kehre ich ja auch irgendwann zum Ursprung zurück und schreibe wieder mehr über Selbstgenähtes. Wer weiss…

Jedenfalls wird es hier zumindest vorläufig nichts Privates mehr zu lesen geben. Aus Gründen.
Leider.

Aber es gibt ja immer noch andere Themen wie Musik, Leckereien (natürlich vegan!), Yoga und so weiter…

Aber ich werde zurückhalten sein. Bitte nicht wundern.

Trotzdem keine Sorge: Mir geht es gut, mein Bauch wächst und ich lasse mich nicht aus dem Gleichgewicht bringen, auch wenn manche Menschen meinen, mir meinen Seelenfrieden nicht gönnen zu müssen (bzw. dem Kind in meinem Bauch). Sehr traurig.

Aber: I will survive. Und: Alles wird gut.

Veganer Rotwein (Tipp)

Am 2. Weihnachtstag hatte ich Geburtstag. Da meine liebsten Freundinnen nicht kommen konnten (eine im Ausland, die andere mit zwei kleinen Zwillingen…), hatte ich nur einen einzigen Gast. ;) Den H., einen lieben Freund, meinen ehemaligen Nachbar.
Wir hatten einen sehr schönen Abend mit (nochmal) Raclette-Essen und gemütlichen Gesprächen.

Mit dabei hatte er einen ganz wunderbaren Wein, den ich Euch unbedingt empfehlen möchte!
Leider nicht ganz billig, aber für besondere Anlässe genau das Richtige.
„Bodegas Palmera „Caprricho“ 2008″

wein

Ich muss ihn nochmal fragen, wie der Laden heisst, wo er ihn hier in Düsseldorf gekauft hat. Den werde ich dann fairerweise hier noch verlinken.
Online habe ich ihn zum Beispiel hier entdeckt. Scheint sowieso auch ein netter Shop zu sein. Wenn man in die Suche „Wein vegan“ eingibt, erscheinen alle als „vegan“ deklarierten Weine. Klasse.

Außerdem hat H. mir echte aryuvedisches Räucherstäbchen und tibetische Gebetsflaggen geschenkt. :) Sehr lieb. Die Gebetsflaggen kommen natürlich im Frühjahr auf meine Terrasse. Jetzt gerade habe ich sie probeweise im Wohnzimmer aufgehängt, hoffe, das bringt kein Unglück. Traditionell muss man sie ja so lange aufhängen, bis sie von der Witterung entfärbt und zerfleddert sind- erst dann bringen sie Glück! Eine Freundin von ihm hat sie aus Nepal mitgebracht. :) Ich liebe diese Flaggen.

Rezept: Vanille-Kipferl

Hier noch das Rezept für meine (natürlich veganen!) Vanille-Kipferl.

Foto 1

Foto 3

Zutaten:

300 g Weizenmehl Typ 405 (habe ich genommen, geht sicher auch mit einem anderen Typ oder Dinkelmehl)

90 g Zucker (bei mir war es Vollrohrzucker)

220 g Sojola oder andere vegane Margarine (Warm! Etwas bei Zimmertemperatur oder sogar auf der Heizung stehen lassen.)

100 g gemahlene Haselnüsse (oder Mandeln- habe ich genommen. Ich hatte keine Nüsse mehr da.)

1/2 TL gemahlene Vanille (gibt es z.B. von Rapunzel im Glas)

1 Prise Salz

Wer möchte, kann noch etwas geriebene Zitronenschale dazugeben, gibt es im Bioladen auch in Tütchen abgepackt. Eine Messespitze reicht.

Mischung zum Bestäuben nach dem Backen:

3 Päckchen Vanillezucker mit der 1.5-fachen Menge Puderzucker mischen.

Zubereitung:

– Alle Zutaten abwiegen und bereitstellen.

– Die warme Margarine mit den anderen Zutaten in einem Rührtopf mit dem Handrührer in ca. 3 Minuten zu einem glatten Teig verarbeiten.

– Mit den Händen zu einem Klumpen weiterkneten.

– Backblech mit Backpapier bereitstellen, Backofen auf 180°C vorheizen.

– Mit den Fingern ca. Walnussgroße Kügelchen von dem Teigkloß abnehmen (man kann auch einen Teelöffel nehmen) und daraus Kipferl formen. Ich rolle dazu den Teig zwischen den Händen und drücke ihn an den Seiten etwas zusammen. Aufs Blech legen und ein kleines bisschen flach drücken.
Zwischen den Kipferln etwas Abstand lassen, sie gehen beim Backen noch auf!

– Das Backblech auf die mittlere Schiene in den Ofen schiebn und 13-15 Minuten (unbedingt „auf Sicht“, also zugucken!) backen, aufpassen, dass die Ränder nicht zu dunkel werden. Der Teig bleibt sehr hell.

– Den Vanillezucker mit dem Puderzucker vermengen und die etwas abgekühlten Kipferl damit bestreuen.

Bei mir hat die Menge für knapp 2 Bleche gereicht.

Rezept: Zimtsterne

Zimtsterne1

Foto 4

Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal vegane Weihnachtskekse gebacken.
Und die waren suuuperlecker.

Zuerst Zimtsterne.
Ich liebe Zimtsterne!
Ich habe mir sowohl bei diesem als auch bei den Vanillekipferln, die gleich noch folgen, verschiedene Rezepte angesehen und dann so gemacht, wie ich es für richtig hielt.

Bei Zimtsternen herrscht ja oft die Meinung, man müsse den Teig ewig im Kühlschrank kalt stellen. Kann man bestimmt, dann lässt er sich vielleicht besser verarbeiten. Es geht aber auch ohne.
Mein Teig war sehr klebrig und matschig. Dafür sind die Sternchen aber auch supersaftig.
Ich habe einfach etwas Mehl auf die Arbeitsfläche gegeben, dann ging es ganz gut.

REZEPT FÜR (VEGANE) ZIMTSTERNE

Zutaten:

200 g Puderzucker (kann man mit dem Mixer wohl auch aus braunem Zucker selbst machen. Ich musste leider den weissen nehmen, weil ich keinen Mixer habe.)
2 EL Zimt
8 EL Wasser
1 EL Zitronensaft
200 g gemahlene Haselnüsse
150 g gemahlene Mandeln
1 EL geriebene Orangenschale (ich habe die von „Biovita“ im Tütchen aus dem Bioladen genommen)

Für den Zuckerguss:

Etwas Puderzucker, Wasser und Zimt

– Alle Zutaten in einen Topf geben und verkneten (mit den Händen oder den Knethaken des Mixers).

– Backofen auf 250°C vorheizen.

– Etwas Mehl auf die Arbeitsfläche geben und den Teig darauf ausrollen.

– Sterne ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.

– Sterne für 5 Minuten in den heissen Backofen auf die mittlere Schiene geben. Nicht länger da sie sonst nicht saftig bleiben! Unbedingt rausholen, bevor sie dunkel werden, da muss man ein bisschen Fingerspitzengefühl haben.

– Sterne einen kleinen Moment abkühlen lassen.

– Aus Puderzucker, Zimt und Wasser einen zähen Zuckerguss anrühren und dann mit einem Pinsel oder einem kleinen Löffel auf den Sternen verteilen.

Rezept-Sammlung Weihnachtsplätzchen

So langsam tauchen sie auf, die veganen Lieblings-Keks-Rezepte.
Ich trage hier mal so zusammen, was mir gefällt:

– Rapunzel Vanille-Cashew-Kipferl (würde ich ohne Schoko machen)

– Zimtsterne (laut Subs müssen mehr Haselnüsse rein)

Lebkuchenkringel

Aprikosen-Schoko-Stangen

Kokos-Nuss-Makronen (dafür braucht man allerdings Kokoszucker… ob es den irgendwo im Laden gibt?)

Einfache Weihnachtskekse mit Molasse

Noch ein Kokos-Maronen-Rezept, mit und ohne Schoko

Haselnuss- und Mandel-Cookies

Am Wochenende will ich unbedingt backen! :)
Wer noch weitere Empfehlungen (bitte nur ausprobierte Rezepte!) hat – die nehme ich dankbar an! :)

Kekse! (Haselnuss- und Mandel-Cookies)

Gestern in der Musikschule war ich echt gerührt.
Die Mama einer Schülerin wollte mir als Entschuldigung Kekse backen, weil sie vergessen hatte, ihre Tochter zum Unterricht zu schicken.

Ich freute mich, sagte ihr aber, dass ich vegan lebe und dass das dann für sie evtl. nicht so einfach wäre. Kein Problem, sagte sie übermütig, sie werde sich informieren.

Und das hat sie getan! Und wie!
Stundenlang hat sie wohl im Internet recherchiert. Was ist Veganismus, warum wird man vegan und ist das gesund? Und wo kriege ich ein veganes Keksrezept her?

Ich nehme mal an, mit ihren Infos hat sie mich jetzt überholt in Sachen Vegan-Wissen.

Und gestern stand dann die Tochter mit einer Dose Kekse vor mir, stolz auf ihre Mama und etwas skeptisch mir gegenüber (sie geht in die 6. Klasse). Es hatte wohl zuhause schon ausgiebige Gespräche zum Thema gegeben und sie fragte sich jetzt, was ich denn dann essen könne ausserbergeweise Kekse.
Süss.

Ich habe ihr meine Geschichte erzählt, wie ich als 13-jährige mit dem Fahrrad auf dem Schulweg hinter dem Viehtransporter warten musste, nicht vorbei kam. Wie die Schweine in Todesangst schrien und wie mir die Tränen vor Wut die Wangen runterliefen.

Seit diesem Tag wollte ich kein Fleisch mehr essen. Das sah sie ein.

Wir haben auch noch kurz über das Milch- und Ei- Problem gesprochen. Ich hoffe, ich habe das arme Kind nicht zu sehr geschockt. Sie hatte über all das noch nicht nachgedacht. Und als sie ging sagte sie: „Ich werde darüber nachdenken.“ Da bin ich mir bei ihr ganz sicher.

Und die Cookies schmecken superlecker!
Zum Glück wurde mir das Rezept direkt mitgeliefert. :-) Deshalb hier auch für Euch:

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Lieben Dank an Y.S.! :-) Das war wirklich ein tolles Geschenk – besonders, dass Ihr Euch mit dem Thema so ausgiebig auseinandergesetzt habt! Danke!