Rezept: Nuss-Nougat-Creme

So! Endlich! Hier kommt das oft angefragte, von mir selbst kreierte Rezept für meine weltbeste Nuss-Nougat-Creme (jedenfalls näher am berühmten Original als die Bioladen-Gläschen!), ganz ohne tierische Produkte, also vegan und sogar ohne Palmöl (welches bei den bekannten Bio-Marken leider oft noch verarbeitet wird).

Ich muss gestehen, es fiel mir sehr schwer, das Rezept aufs Papier/Blog zu bringen, da ich es immer frei Schnauze mache, einfach nach Gefühl- dann schmeckt es am besten.
Bei jedem Aufschreibe-Versuch schmeckt es nicht ganz so köstlich, aber immer noch lecker.
So auch heute.
Ich empfehle also, es einmal nach Rezept zu machen und dann in Zukunft auch einfach frei Schnauze. Bin gespannt, ob Ihr den Unterschied auch schmecken könnt.

Okay, spanne ich Euch nicht länger auf die Folter.
Geht los.

LINA LUNAS NUSS-NOUGAT-CREME (vegan)

Zutaten Nussnougat

ZUTATEN (für ca. 150-200g, lässt sich beliebig vervielfachen):

2 EL Mandelmus, hell
2 EL Haselnussmus

(Wahlweise kann man das Nussmus ersetzen. Ich habe auch schon Mischmus und dunkles Mandelmus benutzt, aber diese Version hier schmeckt mir am besten.)

1 TL Haselnussöl (optional, mir schmeckt es damit besser)
2 TL Kakaopulver (reines, bitte bio, nicht gesüsst)

1/2 TL gemahlene Vanille (z.B. von Rapunzel im Glas, nicht Vanillezucker o.ä.)
1 Msp. Zimt (wirklich nur sehr wenig, sonst dominiert der Geschmack nachher)

5 EL Agavendicksaft – Mindestens (!) eher mehr. Nach Geschmack.

1 Schuss Hafermilch (ich hatte heute Vanillemilch, es geht auch normale Hafer- oder Mandelmich), damit der Kakao sich gut auflöst. Bitte vorsichtig dosieren, sonst wird die Crème zu weich)

2 TL Schokostreusel Zartbitter (z.B. Chocoreale, gibts im Bioladen)

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Alle Zutaten in der angegebenen Reihenfolge in einem Schälchen oder einem Glas vermischen, ganz am Ende die Schokostreusel unterheben. Man kann auch auf dem Brot noch welche oben drauf geben als Verzierung.

Nussnougat

Guten Appetit!
:)
Bin sehr gespannt, ob es Euch auch so gut schmeckt wie meinen Gästen und mir.
Freue mich über Rückmeldungen.

Wirsing, Mangold, Weiss- und Rotkohl…

Wenn ich momentan im Bioladen einkaufen gehe (und das mache ich meistens, das ist mein „Luxus“, den ich mir leiste, statt Disko, Saufen, Drogen und wofür manche anderen Leute so ihr Geld ausgeben…), dann wird mir jedes Mal klar, dass es im Winter recht wenig saisonales & regionales Gemüse gibt.
Mir ist auch gar nicht nach Sommergemüse. Das passt gerade gar nicht.

Da liegen sie dann. Sehen lecker aus. Mangold, Wirsing, Weiss- und Rotkohl.
Jedesmal habe ich einen von ihnen in der Hand und denke dann
„Aber was kocht man denn daraus???“

Kann mir jemand die Frage beantworten?
Habt Ihr (vegane) Lieblingsrezepte mit einem dieser kohlköpfigen Gestalten?

Ich wäre über Rat- und Vorschläge sehr glücklich.
Helft mir! Bitte, bitte!

Interview mit Rüdiger Dahlke

Heute morgen postete Rüdiger Dahlke, der Autor des fantastischen Buches „Peace Food“ dieses Video auf seiner Facebook-Seite, in dem er von „Nextworld.Tv“ interviewt wird: *klick*

Ich halte es für ein sehr gelungenes Interview. Zum Einen, weil Dahlke sehr viel Redezeit bekommt und deshalb auch mal etwas weiter ausholen kann (er erzählt im Prinzip den Inhalt seines Buches, etwas zusammengefasst), zum Anderen, weil es sich um keinen staatlichen Fernsehsender, sondern um einen Internet-Sender handelt, in dem er frei sprechen kann.

Es hagelt deshalb auch einige heftige Seitenhiebe gegen Medien, Politik, Wirtschaft und Lobby, die sich gewaschen haben. Sehr mutig.

Im Großen und Ganzen – wie gesagt- ein wunderbares und empfehlenswertes Video über einen Arzt, Psychotherapeuten, Autor und Kämpfer für die vegetarisch/vegane Ernährung.

Jetzt werden wahrscheinlich wieder Einige schreien „Das ist missionarisch!!“ – Kann sein. Aber zumindest hat er Recht. Das sagt mir mein gesunder Menschenverstand und mein Gefühl. Und wie er schon im Interview sagt- wenn er zumindest einige Menschen dazu bekäme, über ihren Fleischkonsum nachzudenken und diesen auf vielleicht 1-2 Mal pro Woche zu reduzieren, dann wäre das schon klasse und ein riesiger Schritt in die richtige Richtung.

Abnehmen?

Ich muss ja, ehrlich gesagt, immer etwas schmunzeln, wenn ich im Netz (egal wo, Facebook, Twitter, Blogs) von Menschen lese, die mühselig die soundsovielste Diät über sich ergehen lassen, mit den Pfunden kämpfen und dann stolz sind, wenn sie in 3 Monaten 2 kg abgenommen haben.
Mal ehrlich, 2-3 kg schwankt mein Gewicht eigentlich jede Woche, wobei ich das so genau nicht kontrolliere- ich steige nicht so oft auf die Waage. Und zwischen morgens und abends liegt meistens auch fast 1kg Unterschied.

Fakt ist: Ich habe sage und schreibe 10 kg (!) abgenommen in diesem guten halben Jahr, das ich jetzt vegan lebe (vorher 70 kg, jetzt 60 kg). Und das war ja gar nicht mein Plan. Ich hatte es nicht wirklich nötig abzunehmen. Fühlte mich zwar vorher „etwas zu schwabbelig“, aber ich wollte jetzt keine Diät machen. Kein Übergewicht.

Aber allein schon das Weglassen der Milchprodukte hat das bei mir bewirkt, glaube ich. Milch schleimt, Milch quillt mich irgendwie von innen auf. Anders kann ich das nicht beschreiben.

Und ich habe nicht das Gefühl, auf etwas zu verzichten! Im Gegenteil. Es schmeckt alles soooo gut! Ich habe immer noch sooo viele tolle Rezepte auf der Warteliste, die ich alle ausprobieren möchte, da kommt man ja kaum nach.

Was noch ein Vorteil ist: Früher habe ich mir oft noch schnell auf dem Arbeitsweg „ein Brötchen auf die Hand“ beim Bäcker geholt. Das fällt jetzt natürlich aus. Und auch das macht was aus. Sehr viel sogar, glaube ich.

Aber wer sich nicht auf vegane Alternativen (und da gibt es tolle Käse! – Zwar nichts „altes“, aber immerhin) einlassen mag, dem wünsche ich noch viel Erfolg mit der Selbstquäl-Methode und anschliessendem Jojo-Effekt. ;-)

(Falls es jemand doch mal mit veganer Ernährung probieren will: Die „vegan for fit“ Challenge von Attila Hildmann ist perfekt dafür, denke ich!)

Edit:
Da ich aus den Kommentaren herausgelesen habe, dass dieser Eintrag nicht so angekommen ist, wie er gemeint war, hier eine Erklärung.
Auf KEINEN FALL wollte ich sagen, dass man „nur mit veganer Ernährung abnehmen könne“. Im Gegenteil. Ich halte vegane Ernährung nicht für eine Diät. Ich wollte Euch eigentlich nur jubelnd mitteilen, dass ich durch die vegane Ernährung ganz nebenbei 10 kg abgenommen habe, ohne dass das jemals der Plan war!
Einfach, weil ich das noch nie erwähnt hatte. Ist doch ein schöner Nebeneffekt!

Und dem Absatz mit dem veganen Käse habe ich jetzt noch einen Zwinkersmiley hinzugefügt. Ich hoffe, jetzt wird etwas deutlicher, dass der Absatz mit einem Augenzwinkern gemeint ist und nur an die gerichtet, die sich mit irgendwelchen Diäten abquälen.

Mir ist klar, dass es unendlich viele andere Wege gibt (auch nicht-vegane!), abzunehmen und auch noch Spaß dabei zu haben! Es ging ausschließlich darum, dass einige Menschen sich quälen, extra wenig essen und keinen Spaß dabei haben… was natürlich auch bedeutet, dass man da zur alten Ernährungsweise zurückkehrt, sobald die Diät vorbei ist. Bedeutet: Jojo-Effekt.

Puh. Ich hoffe, jetzt versteht man den Text. Tut mir leid, dass ich mich so missverständlich ausgedrückt habe.

Fattoria La Vialla

Vor einiger Zeit entdeckte ich (ich glaube, es war auch in einem Blog)
die „Fattoria La Vialla„, ein Gut in der Toskana, das in ökologischer Landwirtschaft (Demeter) anbaut und verkauft.

Sofort nach dem Lesen des Artikels war ich begeistert und besuchte die Website der Familie:

Sooo viel Herzenswärme, so warm und schön sprüht einem schon die Website entgegen. Unglaublich.
Ich stöberte auf der Seite und freute mich daran, wohl bewusst, dass ich mir nichts der Produkte im Moment leisten könnte… wegen chronischer Post-Umzugs-Pleite.
Trotzdem bestellte ich den Katalog. Einfach weil ich neugierig war und so begeistert… Und außerdem kommen ja vielleicht auch nochmal bessere Zeiten.

Ein paar Tage später hatte ich den (ebenfalls umwerfend schönen!) Katalog liebevoll verpackt in meinem Briefkasten. Dabei lag eine DVD mit einem Film über die Familie und ihre Arbeit. Alles sehr persönlich und mit wirklich Liebe und Herzblut gemacht. Ich war gerührt. Und ich habe den Katalog dann lieben Freunden weitergeschenkt, die sich jedes Jahr in der Toskana aufhalten (er ist dort geboren).

Dann habe ich erstmal nicht mehr dran gedacht. Für Luxus ist gerade wirklich kein Platz in meinem Leben.

Tja. Und dann das. Vor 2 Tagen lag ein Päckchen vor meiner Tür. Von La Vialla.
Darin: Eine Kostprobe des neuesten Weines (auf der Homepage bei der Katalogbestellung steht das übrigens dabei, hatte ich gar nicht gesehen, dass sie einem eine Kostprobe „voller bäuerlichem Stolz“ zusenden würden), ein süsses Fläschchen Olivenöl und ein paar italienische Plätzchen.

Ich hatte echt Tränen der Rührung in den Augen. Ist das süss!

Der Wein steht jetzt hier im Glas neben mir. Und er schmeckt wirklich vorzüglich!!
Ich habe (noch) nicht nachgefragt, ob er vegan hergestellt wird… wäre zu schade, wenn nicht.
Aber ansonsten möchte ich dort bestellen, sobald ich wieder kann.
Und das möchte ich Euch hiermit ebenfalls empfehlen. Ganz aus freien Stücken und ohne Werbe-Auftrag.
Einfach weil diese Familie mich umhaut mit Ihrem großen Herz und dieser Freundlichkeit, die man selbst an Gegenständen zu spüren bekommt.

Unglaublich.

Kekse! (Haselnuss- und Mandel-Cookies)

Gestern in der Musikschule war ich echt gerührt.
Die Mama einer Schülerin wollte mir als Entschuldigung Kekse backen, weil sie vergessen hatte, ihre Tochter zum Unterricht zu schicken.

Ich freute mich, sagte ihr aber, dass ich vegan lebe und dass das dann für sie evtl. nicht so einfach wäre. Kein Problem, sagte sie übermütig, sie werde sich informieren.

Und das hat sie getan! Und wie!
Stundenlang hat sie wohl im Internet recherchiert. Was ist Veganismus, warum wird man vegan und ist das gesund? Und wo kriege ich ein veganes Keksrezept her?

Ich nehme mal an, mit ihren Infos hat sie mich jetzt überholt in Sachen Vegan-Wissen.

Und gestern stand dann die Tochter mit einer Dose Kekse vor mir, stolz auf ihre Mama und etwas skeptisch mir gegenüber (sie geht in die 6. Klasse). Es hatte wohl zuhause schon ausgiebige Gespräche zum Thema gegeben und sie fragte sich jetzt, was ich denn dann essen könne ausserbergeweise Kekse.
Süss.

Ich habe ihr meine Geschichte erzählt, wie ich als 13-jährige mit dem Fahrrad auf dem Schulweg hinter dem Viehtransporter warten musste, nicht vorbei kam. Wie die Schweine in Todesangst schrien und wie mir die Tränen vor Wut die Wangen runterliefen.

Seit diesem Tag wollte ich kein Fleisch mehr essen. Das sah sie ein.

Wir haben auch noch kurz über das Milch- und Ei- Problem gesprochen. Ich hoffe, ich habe das arme Kind nicht zu sehr geschockt. Sie hatte über all das noch nicht nachgedacht. Und als sie ging sagte sie: „Ich werde darüber nachdenken.“ Da bin ich mir bei ihr ganz sicher.

Und die Cookies schmecken superlecker!
Zum Glück wurde mir das Rezept direkt mitgeliefert. :-) Deshalb hier auch für Euch:

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Lieben Dank an Y.S.! :-) Das war wirklich ein tolles Geschenk – besonders, dass Ihr Euch mit dem Thema so ausgiebig auseinandergesetzt habt! Danke!

Mandelmilch! ♥

Oh, wie lecker! Heute habe ich zum ersten Mal Mandelmilch gekauft.
Schmeckt die guuuut!
Ist leider teurer als die Getreidedrinks. Aber ich glaube, die gönne ich mir ab und zu.
Und zwar wurde mir von der lieben Lena die „Provamel“ Milch empfohlen.
Habe ich auch promt heute nebenan im Bioladen gefunden.
Und sie trifft genau meinen Geschmack! Ziemlich herb (im Gegensatz zu den süsslichen Getreide-Drinks).

Das war heute mein Frühstück. :)
Im Latte Macchiato macht die Milch einen ungaublich starken und dichten Schaum, genau wie ich es liebe. Yeah.